Pflege wirft viele Fragen auf.

Hier finden Sie Orientierung, Unterstützung und konkrete Ansprechpartner – direkt vor Ort!

STATION 1

ORIENTIERUNG

Wohin soll der Weg gehen?

Pflege und Versorgung beginnt manchmal plötzlich, aber oft schleichend. Egal in welcher Situation Sie sich befinden, hilft es, sich zunächst zu orientieren.

Thomas, 45

„Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll“

Thomas’ Mutter hatte kürzlich einen Schlaganfall. Es wurde noch kein Pflegegrad beantragt. Er übernimmt erste Pflegeaufgaben und sucht Orientierung.

Das Ziel:
Schnelle Orientierung und Beantragung von Leistungen

Maria, 84

„So schlimm ist es ja noch nicht, das kriege ich schon hin. (…oder?)“

Marias Ehemann ist an Demenz erkrankt, er hat bereits Pflegegrad 1. Damit steht dem Paar der Entlastungsbetrag zu, bisher erhalten sie aber kaum Unterstützung.

Das Ziel:
Alltagshilfen und Entlastung, Wissen zum Thema Demenz

Anita, 51

„Manchmal wächst mir alles über den Kopf!“

Anita pflegt ihren behinder ten Sohn mit Pflegegrad 4. Sie braucht Struktur, rechtliche Unterstützung und Entlastung.

Das Ziel:
Langfristige Pflegeplanung und Belastung reduzieren

STATION 2

Überblick & Beratung

  • Erste Anlaufstellen
  • Beratung zu allen Themen rund um die Pflege und Betreuung
  • Sozialberatung, Soziale Dienste
  • Wohnberatung
  • Pflegekurse
  • Schulungen und Kurse (z.B. Demenz, Resilienz)
  • Online-Ratgeber

STATION 3

Organisation

  • Häusliche und (teil-)stationäre Pflege
  • Einrichtungen für (junge) Menschen mit Behinderungen
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Hilfe für landwirtschaftliche Familien
  • Hausärztliche Versorgung
  • Physio-, Ergo-, Logotherapie
  • Weitere Versorgung (Hilfsmittel, Fahrdienste)

STATION 4

Entlastung

  • Kurzzeitige Übernahme der Pflege und Betreuung
  • Erholung und Freizeitangebote
  • Urlaub und Urlaubsbetreuung
  • Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

STATION 5

Unterstützung

  • Sorgenetzwerk
  • Austausch und Gesprächsangebote
  • Hilfe in Krisen
  • Vernetzung von Young Carers

STATION 2

ÜBERBLICK & BERATUNG

Was gibt es überhaupt?

Der Pflegerucksack – Kompaktes Wissen zum Mitnehmen

Pflegegrad, Pflegeberatung, SGB XI – Was ist das eigentlich alles? Klicken Sie auf den Rucksack und erfahren Sie mehr.

STATION 3

ORGANISATION

Strukturen schaffen

Sie haben sich umfassend informiert oder eine Beratung erhalten. Offene Fragen konnten geklärt und Wissenslücken geschlossen werden, während Sie darüber nachgedacht haben, in welche Richtung Ihr Weg führen soll.

Feste Strukturen werden Ihnen nun helfen, auf dem Weg zu bleiben – wie ein Geländer entlang eines unwegsamen Wanderpfades. Jetzt wird es konkret! Wie können Sie die Pflege organisieren und die Versorgung effektiv koordinieren?

Der wichtigste Schritt: Pflegegrad beantragen. Danach nicht vergessen: Entlastungsbetrag nutzen (ab Pflegegrad 1) und Landespflegegeld beantragen (ab Pflegegrad 2).

Tipp: Sie stehen vor finanziellen Hürden oder brauchen Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen? > Station 2

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Der Entlastungsbetrag kann z.B. für Betreuung, Haushaltshilfe, Tagespflege oder Kurzzeitpflege verwendet werden.

Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es eigentlich?

Der Pflegerucksack – Kompaktes Wissen zum Mitnehmen

Betreuung oder pflegerische Versorgung kann auf verschiedene Arten geschehen. Grob unterteilen kann man die Konzepte in drei Kategorien anhand des regulären Aufenthaltsort Ihres Angehörigen: Immer zuhause, teilweise in einer Einrichtung oder immer im Pflegeheim. Mit Klick auf den Rucksack finden Sie Informationen zu den gängigsten Möglichkeiten der Versorgung.

Der Pflegerucksack – Kompaktes Wissen zum Mitnehmen

Alle wichtigen Unterlagen griffbereit haben – mit Klick auf den Rucksack erfahren Sie, warum Sie einen Pflegeordner brauchen und was dort hineingehört.

 

Thomas, 45 Jahre, pflegt seine Mutter

„Den Pflegedienst habe ich bereits organisiert. Jetzt kümmere ich mich um einen Pflegeordner für Bescheide, Kontakte und wichtige Infos!“

Zwischenstück

Der steile Hang der Erschöpfung

Nur wer sich um sich selbst sorgt, kann auch für andere sorgen.

Achten Sie darauf, wie es Ihnen geht.

  • Sind Sie leicht reizbar?
  • Erschöpft?
  • Haben Sie Schlafprobleme?
  • Vernachlässigen Sie Ihre Freunde und Hobbies?

Auch Ihre Gesundheit ist wichtig! Holen Sie sich Unterstützung und Entlastung, wenn Sie es brauchen.

MACHEN SIE DEN TEST

Wie belastet bin ich tatsächlich?
Testen Sie mit der Angehörigenampel von DigiDEM Bayern

Brauche ich Unterstützung?
Machen Sie den Selbsttest im Pflegewiki des UK Augsburg

Anita, 51 Jahre, pflegt ihren Sohn

„Ich habe inzwischen viele hilfreiche Tipps bekommen und mein Sohn probiert die Ferienbetreuung aus. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche!“

STATION 4

ENTLASTUNG

Eine kurze Pause kann Großes bewirken

„Die Pflege ist für mich keine Last!“ „Es ist doch selbstverständlich, dass ich mich kümmere…“

Diese Gedanken kommen Ihnen bekannt vor? Es ehrt Sie, dass Sie Ihre Aufgabe so ernst nehmen. Aber denken Sie mal darüber nach: Wenn ein guter Freund oder eine enge Bekannte in der gleichen Situation wäre, was würden Sie ihr oder ihm raten?

Eine kurze Pause kann Großes bewirken!

Ein guter Wegweiser zeigt nicht nur die Richtung, sondern macht auf mögliche Gefahren oder Herausforderungen aufmerksam. Vorausschauendes Handeln bringt Sie weiter! Sie haben die Pflege oder Unterstützung Ihres Angehörigen organisiert und sich eine Struktur für den Alltag geschaffen.

Jetzt ist Zeit, darüber nachzudenken, wie Sie Entlastung durch Auszeiten und Erholung bekommen.

Entlastung bedeutet für mich, dass… 

Thomas, 45 Jahre,
pflegt seine Mutter

… Aufgaben wie z.B. die Körperpflege von anderen übernommen werden.

Maria, 84 Jahre,
pflegt ihren Ehemann

… ich lerne, besser mit der Krankheit meines Mannes umzugehen.

Anita, 51 Jahre,
pflegt ihren Sohn

… ich wieder regelmäßig zum Sport gehen kann.

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Entlastung kann ganz unterschiedlich aussehen.

Was bedeutet Entlastung für Sie?

Entlastung durch…

Kurzzeitige Übernahme der Pflege und Betreuung

KURZZEITPFLEGE Kurzzeitpflege kann sinnvoll sein, wenn Ihr Angehöriger vorübergehend oder kurzfristig
größeren Pflegebedarf hat und die Versorgung zuhause nicht möglich ist.

VERHINDERUNGSPFLEGE UND -BETREUUNG Verhinderungspflege kommt in Betracht, wenn Sie als pflegende
Person vorübergehend ausfallen.

Hier erhalten sie noch viele weitere Infos zur Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege. 

Pflegezeit für Berufstätige

Wenn Sie nicht oder nur weniger arbeiten können, weil Sie sich um Ihren Angehörigen kümmern, können Sie
unter bestimmten Voraussetzungen (kurzzeitige) Pflegezeit oder Familienpflegezeit in Anspruch nehmen.
Lassen Sie sich hierzu beraten!

Anbieter finden Sie bei Station 2

STATION 5

UNTERSTÜTZUNG

Ein Netzwerk aufbauen

Sie müssen den Weg nicht allein gehen.

Praktische Unterstützung ist ein Aspekt, der Entlastung schafft. Darüber hinaus ist es gut, sich ein Netzwerk von Vertrauenspersonen aufzubauen, die Sie auf Ihrem Weg begleiten und für Sie da sind, wenn Sie es brauchen.

Maria, 84 Jahre, pflegt ihren Ehemannn

“Manchmal möchte ich einfach mit jemandem sprechen, der die Situation versteht und nicht verurteilt.”

SORGENNETZWERK

Wandern Sie (noch) alleine auf Ihrem Pflegepfad?

Auf einer Bergwanderung empfiehlt es sich, zusammen zu gehen. Damit man sich auf schwierigem Gelände gegenseitig stützen kann. Damit jemand im Notfall Hilfe holen kann. Um den richtigen Weg gemeinsam im Blick zu behalten. Weil die Gemeinschaft Freude macht und Anstrengungen leichter werden lässt.

Wer kann Sie unterwegs begleiten?

Anita, 51 Jahre, pflegt ihren Sohn

Wer sind die Personen, die mich unterwegs begleiten:

  • Meine Schwester:
    Unterstützt mich, wenn ich Urlaub mache und im Notfall
  • Meine beste Freundin:
    Mit ihr kann ich bei einer Tasse Kaffee über alle Anstrengungen lachen
  • Der Pflegedienst:
    Für die Pflege jeden Tag
  • Mein Nachbar:
    Springt ein, wenn ich mal kurz weg muss
  • Gesprächskreis für pflegende Angehörige:
    Hier kann ich ich mit anderen Betroffenen in einem sicheren Rahmen austauschen

STATION 6

BLICK IN DIE ZUKUNFT

Pflege meistern – mit Herz und Weitblick

Pflege ist kein Sprint, sondern ein Weg, den man mit Herz und Weitblick geht.

Sie haben schon vieles geschafft – mit Geduld, Stärke und Herz. Hoffentlich blicken Sie nun mit Zuversicht in die Zukunft. Dieser Wegweiser endet hier, aber Ihr Pflegepfad geht weiter. Bleiben Sie neugierig, offen für Unterstützung und im Austausch mit anderen.

Denn niemand muss diesen Weg allein gehen – gemeinsam wird Pflege leichter, verständlicher und menschlicher.

Pflegende Angehörige leisten Tag für Tag Unglaubliches – Sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gemeinden!

Die Unterstützungslandkarte ist im Rahmen von Projekt PAsst II entstanden, einem Kooperationsprojekt des Christlichen Sozialwerks Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach e.V. und der Technischen Hochschule Rosenheim, gefördert mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen.

Weitere Informationen unter https://www.csw-flintsbach.de/projekte/passt-2.html

Christliches Sozialwerk

Brannenburg-Degerndorf-Flintsbach e.V.

Oberfeldweg 5
83126 Flintsbach a. Inn
Telefon: 08034/4383
E-Mail schreiben